Babcock-Gelände wird zu "Quartier 231"

Artikel in NRZ Oberhausen vom 23. Februar 2017 von Denise Ludwig

"Das ehemalige Babcock-Gelände an der Duisburger Straße soll nach Vorstellung der Planer und Wirtschaftsförderung nicht nur ein einfacher Business Park werden, sondern vor allem für neuen Schwung in Oberhausen sorgen. Von "neuen Impulsen", einem "Leuchtturm-Projekt" und "Lifestyle" ist die Rede. Junge Start-Up-Unternehmen sollen hier ebenso Platz finden wie große Ankermieter. Für das "Quartier 231" soll es bereits drei große Interessenten geben, andere Teile des Geländes sind bereits vermietet. [...]

Gestern stellte der zuständige Architekt, Nikolaus Decker vom Bonner Architekturbüro "Bauwerkstadt", der Redaktion erstmals die Pläne und Ideen für das insgesamt 120 000 Quadratmeter große Areal vor, das dem britischen Unternehmen Henley 360° gehört. [...]

Die Fläche insgesamt soll luftiger werden, einige Bauten wie die Gießerei oder eben das Hochhaus sind bereits abgerissen. "Uns war von Beginn an klar: Wir müssen die Masse an Gebäuden ausdünnen, das wäre nicht beherrschbar", erklärt Decker. Im Inneren des Geländes sollen Grünflächen entstehen. Die bestehenden Gebäude werden so saniert, dass sie für kleine wie für große Nutzer mietbar werden. "Maximale Flexibilität" lautet das Zauberwort: Es können Büros für einen Monat oder für mehrere Jahre gemietet werden. In kleiner, erweiterbarer oder großer Quadratmeterzahl. Alles soll hier möglich sein.

Dort, wo einst die Gießerei stand, sollen Parkplätze entstehen. Das Hochhaus 1, in dem einst 1000 Ingenieure gearbeitet haben, ist von der Unteren Denkmalbehörde vorläufig unter Denkmalschutz gestellt worden - ebenso die Lagerhallen. [...]

Die Umbauarbeiten starten im kommenden Monat, erklärt Architekt Decker."

(Bild: Wirtschaftsfördrer Frank Lichtenheld (li.) und Architekt Nikolaus Decker zeigen die Pläne fürs "Quartier 231"; Quelle: NRZ Oberhausen vom 23.2.2017)