Gesamtschule Gütersloh - Realisierungswettbewerb ANERKENNUNG
Errichtung der 3. Gesamtschule durch Umbau und Erweiterung des Schulstandortes an der Ahornallee

Das Schulgebäude der neuen Gesamtschule entwickelt sich aus 5 Gebäudekuben, die sich in entlang einer „Schulstraße“ reihen und so die Bestandsturnhalle im Süden mit dem Parkplatz im Norden des Grundstücks verbindet. Trotz des insgesamt hohen Bauvolumens fügt sich die Gesamtschule durch die beidseitig an die Erschließung angebundenen Raumstrukturen in die angrenzende städtebauliche Struktur mit geringer Dichte ein. Die Gebäudepositionierung bietet nach Westen eine Vorplatzsituation, die die Erreichbarkeit des Schulareals sowohl von Norden, Westen und Süden sicherstellt. Zugleich kann auf der östlichen Grundstücksfläche ein großzügiger Pausenbereich angeboten werden, der auf selbstverständliche Weise sowohl die südlichen Sportflächen als auch die Parkouranlage einbezieht und einen Übergang zum Landschaftsraum bildet. Die unterschiedlichen Funktionsbereiche werden in den Gebäudekuben zusammengefasst. Die Clustereinheiten sind als gestuftes Konzept Unterstufe – Mittelstufe – Sek II sowie in den differenzierten Funktionsbereichen  gelöst. Durch eingeschnittene Lichthöfe entstehen gut belichtete und attraktive Lern-, offene Aufenthalts- und Lernwerkstattbereiche. Forum und Mensa sind zwischen Vorplatz und Pausenhof als Bindeglied positioniert und bilden das Herzstück der Schule.
Eine Lochfassaden mit alternierendem Rhythmus und bodentiefen Fenster gewährt attraktive Außenbezüge. Das ausgewogene Energiekonzept für den Neubau und die Integration der zu erhaltenden Bestandsgebäude basiert sowohl auf einer nachhaltigen Energieerzeugung des Gebäudes, als auch auf einer energetisch optimierten Gebäudehülle mit hoher bauphysikalische Qualität, in Anlehnung an den Passivhausstandard. Neben der energetisch optimierten Ausrichtung des Ensembles wird zur Vermeidung von sommerlichen Wärmeeinträgen eine Sonnenschutzverglasung in Verbindung mit außenliegendem, variabelen Sonnenschutz- und Tageslichtlenkung eingesetzt. Eine hybride Lüftung, bestehend aus manueller Fensteröffnung als auch mechanischer Lüftung, rundet das Konzept ab und sichert eine hohe Luftqualität.

 

 

Projektdaten

Ort: 
Gütersloh
Planungszeit: 
Dezember 2017
Auslober: 
Stadt Gütersloh
Fachplaner: 
Deerns Deutschland GmbH, Köln (TGA)
Fotograf: 
Visualisierungen Mohan Karakoc
Flächen: 
BGF: ca. 11.000 m²
NF: ca. 6.800 m²
Auszeichnungen: 

Anerkennung